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Zukunft der Sozial- und Erzieherberufe sichern – Attraktivität erhöhen

Zu den Streiks der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst heute in Schwerin erklärt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

„Unter den erwarteten 800 bis 900 Streikenden aus allen Landesteilen sind auch viele Erzieherinnen und Erzieher aus den kommunalen Kitas. Meine Fraktion unterstützt die Forderungen nach besseren Entgelten, tariflicher Anpassung und guten Arbeitsbedingungen der Fachkräfte. Gute Arbeit verdient gute Löhne! Die Tarifpartner sind aufgefordert, ihre Möglichkeiten zu nutzen und im Sinne der Fachkräftesicherung entsprechende Abschlüsse zu erzielen. Nur so kann die Zukunft der Sozial- und Erzieherberufe gesichert werden. 

Viele Einrichtungen der frühkindlichen Bildung sowie Kinder- und Jugendhilfe suchen vergeblich Fachkräfte. In den vergangenen Monaten hat sich die Situation in den Kitas weiter zugespitzt, Platzangebote mussten weiter zurückgefahren werden. Teilweise kann der Betrieb nur mit Ausnahmegenehmigungen aufrechterhalten werden. Mittlerweile fehlen rund 300 Erzieherinnen und Erzieher im Land – Tendenz steigend. Der Nachfrage von Kita-Plätzen und dem bestehenden Rechtsanspruch kann damit in keiner Weise entsprochen werden. In den Kommunen herrscht eine große Schieflage, weil die Landesregierung notwendige Regelungen und Maßnahmen zur Ausbildung und Verbesserung der Situation von Fachkräften unterlassen hat.

Der Handlungsdruck liegt auf der Hand und wurde mehrfach im Landtag M-V diskutiert. Der Sozial- und Erzieherberuf muss deutlich attraktiver werden. Die Landesregierung muss endlich für gute Rahmenbedingungen und gute Bezahlung der Fachkräfte Sorge tragen.“

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