Wichtige Arbeit der Betreuungsvereine sichern
Zum Expertengespräch zur „Situation der Betreuungsvereine in M-V“ heute im Sozialausschuss erklärt die familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:
„Vertreterinnen und Vertreter von Wohlfahrtsverbänden und Betreuungsvereinen verwiesen nachdrücklich auf die prekäre Situation der Betreuungsvereine. Seit über 10 Jahren wurden die Preis- und Gehaltsentwicklungen der Beschäftigten nicht angepasst. Die etwa 30 Betreuungsvereine arbeiten deshalb seit Jahren defizitär und kommen aus den roten Zahlen nicht heraus. Die Fachleute appellierten an die Landesregierung und die Fraktionen, die derzeit über den kommenden Doppelhaushalt 2018/2019 beraten, in diesem Bereich dringend nachzubessern. Die geplante Summe für von 150 000 Euro pro Jahr müsse nahezu verdoppelt werden, um die Arbeit sicherstellen zu können. Andernfalls müssten die Betreuungsvereine dichtmachen.
Die Landesregierung sei auch aufgefordert, am kommenden Freitag im Bundesrat für die Erhöhung der Betreuungsvergütung und notwendige Anpassungen zu stimmen. Die Betreuungsvereine dürften nicht sehenden Auges an die Wand gefahren werden.
Die Linksfraktion wird sich im Sozialausschuss dafür starkmachen, dass der Haushaltsansatz für Betreuungsvereine in den kommenden zwei Jahren deutlich erhöht wird. Betreuungsvereine bieten Anleitung, fachliche Beratung und Fortbildung für ehrenamtliche Betreuer und führen hauptberufliche Betreuungen durch. Ihre qualifizierte Arbeit ist unerlässlich, um Menschen zu unterstützen, die ihre Lebensführung allein nicht mehr bewältigen können.“
