Weiterhin Stillstand in der Kinder- und Jugendarbeit
Zur Ablehnung des Gesetzentwurfs zur Änderung des Kinder- und Jugendförderungsgesetzes (KJfG M-V) erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:
„In der Kinder- und Jugendarbeit brennt es. Die Beschäftigten gehen immer wieder auf die Straße, regelmäßig erreichen uns Briefe von Jugendverbänden, in denen die unhaltbaren Zustände beklagt werden. Einrichtungen werden geschlossen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verbleibenden arbeiten im Ungewissen.
Die Koalitionsfraktionen in ihrem Elfenbeinturm ficht dies alles nicht an, sie sehen keinen Bedarf, an den katastrophalen Zuständen etwas zu ändern. SPD und CDU verweigern der Jugendsozialarbeit weiterhin eine angemessene Unterstützung durch das Land. Die Förderhöhe wurde seit sage und schreibe 22 Jahren nicht angepasst, obwohl sich die Rahmenbedingung erheblich geändert haben. Die Herausforderungen der Jugendsozialarbeit haben zugenommen und die Inflation hat mehr als ein Viertel der ursprünglichen Förderhöhe gefressen.
Eine vernünftige Jugendsozialarbeit ist mit den derzeit vorhandenen Mitteln nicht möglich. Die Landesregierung will dennoch zunächst untätig bleiben. Dem Vernehmen nach soll die Förderrichtlinie erst in zwei Jahren angepasst werden. Bis dahin bleibt alles beim alten – und die Kinder- und Jugendarbeit geht weiter den Bach runter.“
