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Weg frei machen für Generationengerechtigkeit und Mitbestimmung

Zum Weltkindertag, der am 20. September 2017 unter dem Motto „Kindern eine Stimme geben“ begangen wird, erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt: 

„Kinder sind ein wesentlicher Pfeiler unserer Gesellschaft. Es ist Aufgabe aller gesellschaftlichen Kräfte, Kindern und Jugendlichen die bestmöglichen Entwicklungschancen zu geben. Kinder haben keine Stimme bei Wahlen, dennoch haben sie Bedürfnisse und Wünsche. Sie haben ihre eigene Meinung und registrieren ganz genau, wenn es ungerecht zugeht.

Umso wichtiger ist es, ihnen auf geeignete Weise eine Stimme zu geben, sie mitbestimmen und mitgestalten zu lassen. Wir müssen Kinder bei allen Entscheidungen, die sie direkt und indirekt betreffen, anhören und ernst nehmen.  Veranstaltungen wie „Jugend im Landtag“ und „Jugend fragt nach“ sind dabei wichtig, müssen unterstützt und ausgebaut werden. Die Vorschläge der engagierten Kinder und Jugendlichen müssen allerdings auch aufgegriffen und sich ganz konkret in der Landespolitik widerspiegeln. Im vergangenen Jahr haben Jugendliche gefordert, eine Enquete-Kommission „Jung sein in M-V“ einzusetzen. Ziel sollte eine intensive Befassung mit der Lage und den Perspektiven junger Menschen in M-V sein. Doch SPD und CDU bremsten den Vorschlag aus.

Ein Schritt auf dem Weg zu mehr Generationengerechtigkeit ist auch das Absenken des Wahlalters auch bei Landtags- und Bundestagswahlen auf 16 Jahre. In vielen deutschen Bundesländern können Jugendliche in diesem Alter an Kommunalwahlen teilnehmen, in einigen Ländern auch den Landtag mitbestimmen. Es gibt keinen vernünftigen Grund, warum dies nicht auch in M-V für die Landtagswahl und für die Wahlen zum Bundestag möglich sein soll. Aber auch hier bügeln SPD und CDU alle Initiativen ab. Die Koalitionäre haben offenbar wenig Interesse an der Meinung junger Menschen, deren Wünschen und Bedürfnissen. Wir fordern ein Umdenken, direkte Beteiligung und vor allem Respekt vor der jüngeren Generation.“

 

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