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Suizidprävention und Kinderschutz brauchen starke Kommunen

Anlässlich der Jahresfachtagung der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention und des Deutschen Kinderschutzbundes, die von Freitag bis Sonntag in Rostock stattfindet, würdigt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt, die Arbeit beider Organisationen. 

„Mit der Einrichtung einer Landesfachstelle Suizidprävention hat der Kindeschutzbund eine wichtige Schaltstelle in der Kinder- und Jugendhilfe geschaffen“, sagte Frau Bernhardt am Donnerstag. Damit würden die Angebote besser vernetzt und die Fort- und Weiterbildung sowie die akute Beratung gestärkt. „Leider wird die Kinder- und Jugendhilfe nicht ausreichend durch die Landesregierung unterstützt.“ Die Landkreise und kreisfreien Städte könnten aufgrund ihrer Haushaltssituation die pflichtigen Aufgaben kaum noch erfüllen. „Und die Landesregierung weigert sich, die finanzielle Förderung der Kinder- und Jugendarbeit der öffentlichen und freien Träger anzuheben“, kritisierte Frau Bernhardt. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sei es aber dringend erforderlich, die Förderung des Landes von der Anzahl der Kinder zu entkoppeln. „Die Probleme der Kinder und Heranwachsenden sind nicht kleiner geworden, im Gegenteil, sie sind heute vielschichtiger denn je.“ 

Zu kritisieren sei auch, dass in MV das Bundeskinderschutzgesetz viel später umgesetzt wird als in anderen Ländern. „Es ist inakzeptabel, dass das Land zum Nachteil der Kinder und Jugendlichen hinterherhinkt, obwohl Sozialministerin Schwesig beim Aushandeln des Gesetzes mit am Tisch saß“, so Frau Bernhardt.

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