„Sichern Sie die Schulsozialarbeit!“ – Forderungen zügig umsetzen
Zur Aktion der Schulen „Sichern Sie die Schulsozialarbeit!“, initiiert von der GEW M-V (Anlage), erklärt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:
„Mit der Aktion tragen die Schulen des Landes heute ihren Unmut über die unsichere Situation der Schulsozialarbeit im Land in die Staatskanzlei und das Innenministerium. Sie fordern die Verhandlungsführer von SPD und CDU bei den laufenden Koalitionsverhandlungen, Ministerpräsident Erwin Sellering und Innenminister Lorenz Caffier, auf, endlich geeignete Regelungen zur dauerhaften Sicherung der Schulsozialarbeit herbeizuführen. Die Forderungen verdeutlichen die desolate Lage. SPD und CDU können und dürfen den Hilferuf nicht ignorieren und müssen die Forderungen zügig umsetzen.
Die Große Koalition hat es in den vergangenen Jahren versäumt, ein dauerhaftes Finanzierungskonzept zur Sicherung der immens wichtigen Arbeit vorzulegen. Nun stehen viele Stellen vor dem Aus und es droht, dass viele Schülerinnen und Schüler nicht mehr auf das so wichtige außerunterrichtliche pädagogische Angebot zurückgreifen können.
Die neue, alte Landesregierung muss die ab Januar 2017 akut gefährdeten Stellen sichern. Schulsozialarbeit muss dauerhaft und auskömmlich aus Landesmitteln finanziert werden und sich entsprechend im Doppelhaushalt 2018/2019 widerspiegeln. Schulsozialarbeit darf nicht länger vom Gutdünken der Landesregierung abhängig sein und muss gesetzliche Pflichtaufgabe werden und. Gute Arbeitsbedingungen und eine langfristige Perspektive sind ein Muss für die qualifizierten Beschäftigten. Deshalb sind entfristete Verträge und Entlohnung nach Tarif unerlässlich.
Die Linksfraktion unterstützt die Initiative der GEW und der Schulen im Land und fordert die Landesregierung nachdrücklich auf, endlich die erforderlichen Weichen zu stellen und umgehend Maßnahmen für die dauerhafte Sicherung der Schulsozialarbeit zu ergreifen.“
