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Schulsozialarbeiter brauchen langfristiges Konzept statt Flickschusterei

Zu dem Schreiben des Ministeriums für Arbeit, Gleichstellung und Soziales M-V an die kommunale Ebene (Anlage) erklärt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

 

„Es ist zu begrüßen, dass die Landesregierung die prekäre Situation der Schulsozialarbeiter, die über das Bildungs- und Teilhabepaket finanziert werden und deren Zukunft nach 2018 unklar ist, offenbar erkannt hat.

 

Der Lösungsvorschlag, wonach Schulsozialarbeiter vormittags in der Schule und nachmittags im Hort arbeiten sollen, ist allerdings realitätsfern. Die Arbeit der Schulsozialarbeiter an Grundschulen endet nicht mit Unterrichtsschluss um 13:00 Uhr. Vielmehr haben sie Projekte vor- und nachzubereiten, Elterngespräche zu führen und gegebenenfalls mit anderen Institutionen Verbindung aufzunehmen, um Kinder bestmöglich zu unterstützen. Der Vorschlag wertet zudem die Tätigkeiten sowohl des Schulsozialarbeiters als auch des Erziehers ab.

 

Die 1,6 Mio. Euro, mit der 80 Schulsozialarbeiter dauerhaft unterstützt werden sollen, waren ursprünglich für die Senkung der Fachkraft-Kind-Relation im Hort vorgesehen. Das Land steht in der Verantwortung, beide wichtigen Aufgaben, die dauerhaft sichere Finanzierung der Schulsozialarbeiter und die Verbesserung des Betreuungsschlüssels, endlich zu erledigen.

 

Anstatt beide Angebote gegeneinander auszuspielen, sollte das Land sowohl das dringend erforderliche Gesamtkonzept für die Schul- und Jugendsozialarbeit mit den kommunalen Verbänden erstellen, als auch die Verbesserung der Betreuungsschlüssel angehen. Gefragt sind langfristige Konzepte statt Flickschusterei.“

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