Schönfärberei von Frau Drese ist bei den Leistungen des Bildungssystem …
Schönfärberei von Frau Drese ist bei den Leistungen des Bildungssystem- und Teilhabepaket unangebracht. Mögen die Summen zunächst viel erscheinen, erreichen sie jedoch nach wie vor nicht alle der ca. 80.000 anspruchsberechtigten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Mecklenburg-Vorpommern. Leider sind die vorgelegten Zahlen in unserer kleinen Anfrage derart unvollständig, dass die Landesregierung keine Aussage zur tatsächlichen Situation im Land treffen kann.
Im Gegensatz zu den für BuT-Leistungen ausgereichten Mitteln steht zudem der hohe Verwaltungsaufwand zur Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes. In Mecklenburg-Vorpommern gehen sage und schreibe 7,2 Millionen Euro für Sach- und Personalkosten drauf. Nahezu ein Viertel der gesamten zur Verfügung gestellten Mittel verschwindet somit im Bürokratiedschungel und kommt nie bei den Kindern und Jugendlichen an.
Das Bildungs- und Teilhabepaket hat als Familienleistung reichlich Ecken und Kanten und verfehlt nach wie vor die notwendige Wirkung. Statt alle sozial benachteiligten Kinder beim Zugang zu Freizeit, Kultur und Sport zu unterstützen, ihnen Lernförderung, Schulausflüge und Schulbedarf zu ermöglichen, kommt es immer wieder dazu, dass bedürftige Kinder nicht vom BuT profitieren. Gründe sind hohe Antragshürden, fehlende Informationen, Sprach- und Verständnisbarrieren, Unsicherheiten und Scham unter anderem wegen der Notwendigkeit um Leistungen zu bitten, die selbstverständlich sein sollten.
Zudem sind monatlich vorgesehene Maximal-Beträge von 10 Euro für den Sportverein oder Musikunterricht viel zu gering, um die oft deutlich höheren Beiträge zahlen zu können. So sind Angebote trotz vorgesehener Leistung aus dem BuT für einkommensschwache Familien nicht realisierbar.
