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Prävention ist A und O beim Kinderschutz

Zur Aktionswoche Kinderschutz erklärt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt: 

„Kinderschutz muss allumfassend in allen gesellschaftlichen Bereichen sichergestellt werden. Prävention und eine zügige Intervention sind dabei das A und O. Alle gesellschaftlichen Akteure, darunter Eltern, im Ehrenamt Tätige, pädagogisches- und Gesundheitspersonal müssen umfassend geschult und sensibilisiert werden. In Verdachtsfällen muss professionell und angemessen reagiert werden. Um das leisten zu können, muss das Personal in den Jugendämtern entlastet werden. Eine unmittelbare Unterstützung von Familien muss flächendeckend und dauerhaft sichergestellt werden. Deshalb muss der Bereich ‚Frühe Hilfen‘ im ganzen Land weiter ausgebaut werden.

Familienhebammen bieten eine unerlässliche Unterstützung für Eltern und helfen, ihre Erziehungs- und Beziehungskompetenzen zu stärken. Die Arbeit der Familienhebammen muss durch deutlich bessere Rahmenbedingungen und Unterstützung bei Versicherungsleistungen auf sichere Beine gestellt werden. Das System der Kinder- und Jugendhilfe ist personell und finanziell besser auszustatten, damit Kinder und Jugendliche eine bestmögliche Entwicklung erfahren und gestärkt heranwachsen können. Das fordern wir seit Jahren.

Zur Stärkung der Jugend- und Schulsozialarbeit muss auch endlich eine Novellierung des Kinder- und Jugendförderungsgesetzes erfolgen. Es muss alles getan werden, um Risikofaktoren einer Kindeswohlgefährdung früh wahrnehmen und beseitigen zu können. Die bevorstehende Kinderschutzwoche ist gut geeignet, um weiter für das Thema zu sensibilisieren.“

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