Leitlinien für pädagogische Arbeit mit Mädchen und Jungen erstellen
Die Linksfraktion fordert von der Landesregierung die Erarbeitung von „Leitlinien für eine geschlechtersensible pädagogische Arbeit mit Mädchen und Jungen“. „Solche Leitlinien sollen den pädagogischen Fachkräften als Handreichung dienen, um den gesetzlichen Auftrag einer geschlechtersensiblen Pädagogik von der Kita bis zur Kinder- und Jugendhilfe zu erfüllen“, erklärte die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt, am Donnerstag. Andere Bundesländer wie etwa Hamburg, Bayern oder Berlin hätten dies erkannt und umfassende Leitlinien für die Mädchen- bzw. Jungenpädagogik erarbeitet.
„Die Behauptung von Sozialministerin Schwesig, unsere Forderung sei überflüssig, weil solche Leitlinien bereits vorlägen, entspricht aus unserer Sicht nicht den Tatsachen“, so Frau Bernhardt. Die Sozialministerin beziehe sich auf die „Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in MV“ sowie die Rahmenkonzeption „Berufe haben kein Geschlecht“, die nicht weit genug gingen.
„Erforderlich sind Orientierungshilfen und gezielte Anleitungen für die pädagogischen Fachkräfte, damit theoretische geschlechtergerechte Pädagogik in allen Bereichen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auch praktisch umgesetzt und gelebt werden kann“, so Frau Bernhardt. Sie fordert die Landesregierung auf, diesen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen.
