Landesregierung muss in Qualität der Kita-Verpflegung investieren
Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Qualität der Verpflegung in Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege“ (Drs. 7/1150) erklärt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:
„Viele Kita-Träger, Eltern und Experten sind sich einig: Für eine hochwertige Ernährung der Kinder in den Kitas muss die Landesregierung mehr investieren. Die beste Speisenqualität wird erreicht, wenn Frühstück, Mittagessen und Vesper direkt vor Ort zubereitet werden. Angelieferte, warm gehaltene oder wieder aufgewärmte Speisen sind zwar preisgünstiger, in Vielfalt und Qualität aber eingeschränkt und haben weniger Vitamine.
Um diese Frische des Kita-Essens zu gewährleisten, ist ein Investitionsprogramm für die Ausstattung und das Fachpersonal in den Kita-Küchen erforderlich. Es reicht nicht, wenn das Land mit Regelungen im KiföG einen hohen Verpflegungsstandard fordert, die Kitas bei der Umsetzung aber allein lässt. Gut ausgestattete Frischeküchen sowie geschultes Küchen- und Hauswirtschaftspersonal sind unabdingbare Voraussetzungen für ein gesundes und schmackhaftes Essen für die Kinder. Die Kommunen und andere Kita-Träger können die Kosten für Fachkräfte und deren Fortbildung im Verpflegungsbereich aber immer seltener tragen. Hier muss das Land dringend stärker unterstützen. Auch die Einbindung der Eltern muss besser gelingen. Zu oft werden Eltern, die sich beim Thema Verpflegung engagieren wollen, in den Einrichtungen mit der Aussage ausgebremst, es laufe doch alles prima.
Um die Verpflegung in den Kitas zu verbessern, muss die Landesregierung auch das Bundesinvestitionsprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung gezielt nutzen.“
