Landesregierung knausert weiter bei der Kinder- und Jugendarbeit
Zur Kritik des Landesjugendrings an der zu geringen finanziellen Ausstattung der Kinder- und Jugendarbeit im Land, zentrales Thema auch auf dem Jugendhilfekongress heute und morgen in Rostock, erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin, Jacqueline Bernhardt:
„Die im Entwurf der Landesregierung für den Doppelhaushalt 2020/2021 vorgesehene Bemessung der Gelder für die Kinder- und Jugendarbeit ist ein Nullsummenspiel. Dem Vernehmen nach soll sich die Zuweisung künftig an der Anzahl der 6- bis 21-Jährigen orientieren statt wie bisher an der Zahl der 10- bis 26-Jährigen – das ist maximal eine geringe Verbesserung, die bei weitem nicht ausreichend ist.
Es ist nicht nachvollziehbar, dass das Alter auf 21 Jahre begrenzt werden soll – da das zugrunde liegende Bundesgesetz für 0- bis 26-Jährige gilt. Meine Fraktion prangert seit Jahren die Unterfinanzierung der Kinder- und Jugendhilfe an und fordert eine ausreichende Ausstattung für alle 6- bis 26-Jährigen im Land. Nur so kann eine vernünftige Arbeit geleistet werden, können weitere Schließungen von Jugendclubs und anderen Einrichtungen verhindert werden.
Die Kinder- und Jugendverbände fordern zu Recht eine Aufstockung der Mittel, um die wichtige Arbeit aufrecht erhalten zu können. Ein entsprechender Antrag meiner Fraktion wurde zuletzt im Januar dieses Jahres von SPD und CDU abgeschmettert. Aber wir bleiben dran.“
