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Landesregierung ist zur Kinderarmut im Land nicht aussagefähig

Nach Ansicht der kinder-, jugend- und familienpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt, ist die Ablehnung des Antrags „Armut von Kindern und Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern erfassen, analysieren und bekämpfen – für eine chancengleiche Entwicklung aller Kinder und Jugendlichen“ durch die Koalitionsfraktionen beschämend. „Es wurde einmal mehr deutlich, dass die Landesregierung das Problem der Armutsgefährdung von Kindern nicht ernst genug nimmt“, erklärte Frau Bernhardt am Freitag in Schwerin.  

Die Landesregierung sei in weiten Teilen nicht aussagefähig über die tatsächliche Situation der Kinder im Land. Dies belegen die Antworten auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zur Armutsgefährdung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Mecklenburg-Vorpommern vom Januar dieses Jahres. So hätten beispielsweise über Kinder mit Migrationshintergrund oder zu den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten keine Angaben gemacht werden können. „Das ist erschütternd und schlicht unglaublich“, so Frau Bernhardt. 

In dem aktuellen Bericht zur Kinderarmut in Deutschland der Hans-Böckler-Stiftung sei ausgewiesen, dass MV das Land mit dem größten Anteil an Kinderarmut in Ostdeutschland ist. Im Bundesvergleich rangiere MV nach Bremen an zweiter Stelle, und das bereits seit Jahren. „Aber anstatt sich dem Problem der Kinderarmut verantwortungsbewusst zu stellen und für eine aussagekräftige Datenlage zu sorgen, wird die Lage schöngeredet oder verschwiegen wie in der Halbzeitbilanz der Landesregierung, in der der Begriff Armut erst gar nicht auftaucht“, so Frau Bernhardt.

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