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Kinderwunsch darf keine Frage des Geldes sein

Nach Ansicht der kinder- und familienpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt, ist es ein Armutszeugnis ohnegleichen, dass das Kinderkriegen in Deutschland eine Frage des Geldes ist. „Wenn junge Leute argumentieren, dass sie auf Kinder verzichten, weil ihnen die Kosten zu hoch sind, dann ist etwas oberfaul in dieser Gesellschaft“, erklärte Frau Bernhardt am Freitag in Schwerin. 

„Kinderlosigkeit wird in MV auch durch das niedrige Lohnniveau begünstigt, was viele junge Menschen davon abhält, sich für Kinder zu entscheiden“, so Frau Bernhardt. Sie fürchteten, sich und ihre Familie allein mit ihrem Einkommen nicht versorgen zu können. „Dies zeigt einmal mehr: Wir brauchen endlich den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro, Perspektiven für junge Familien, damit sie sich für Kinder entscheiden können. Dazu gehören auch gute und in der Perspektive für Eltern kostenfreie Betreuungsangebote für die Kinder.“ 

„Wenn Familien in Deutschland im Monat durchschnittlich 550 Euro für ein Kind ausgeben, ist es Diebstahl an den Eltern und Kindern, wenn der Hartz-IV-Regelsatz für Kinder noch immer 382 Euro beträgt“, sagte Frau Bernhardt. „Der Satz muss endlich bedarfsgerecht angehoben werden, damit die Kinder nicht länger von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen bleiben.“

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