Kinder und Jugendliche ernst nehmen- teilhaben und mitentscheiden lassen
Zu der am Mittwoch erschienen Studie der Bertelsmann-Stiftung „Children’s Worlds+ Eine Studie zu Bedarfen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion Mecklenburg-Vorpommern, Jacqueline Bernhardt:
„Die Studie zeigt die größte Herausforderung in der aktuellen Zeit: Kinder und Jugendliche wollen einbezogen werden und mitentscheiden. Die Zeit ist reif, Kinder und Jugendliche tatsächlich einzubeziehen, um Themen wie Kinderarmut und was benötigt ein Kind und ein Jugendlicher zum Leben und zur Teilhabe mit den Experten, den Kindern und Jugendlichen selbst, zu erörtern.
Aus diesem Grund setzt sich die Linksfraktion Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren für das Wahlalter ab 16 Jahren auf Landes- und Bundesebene ein. Leider bisher ohne Erfolg, weil der politische Wille hierfür bei den anderen im Landtag vertretenen Fraktionen fehlt.
Darüber hinaus hat die Linksfraktion Mecklenburg-Vorpommern 2016 die Einführung einer Enquetekommission ‚Jung sein in MV‘ gefordert. Leider scheiterte dieser Antrag im Landtag damals an den Stimmen von SPD und CDU.
Im Folgenden konnte im Sozialausschuss des Landtages eine Anhörungsreihe ‚Jung sein in MV‘ eingerichtet werden, wo unter anderem im 4. Quartal 2018 zu dem Thema ‚Teilhabe und Mitwirkung‘ mit den Jugendlichen und weiteren Experten diskutiert wurde.
Forderungen waren auch da, wie in der vorliegenden Studie, unter Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen die Erstellung eines Kinder- und Jugendberichtes, sowie eine daraus abgeleitete jugendpolitische Gesamtstrategie für Mecklenburg-Vorpommern. Dies sind Forderungen, die die Linksfraktion ausdrücklich unterstützt. Nur wenn wir als Politik die Bedarfe und Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen kennen, wir Kinder und Jugendliche einbeziehen, können wir als Politik daraus abgeleitet Maßnahmen einleiten, die die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen mit ihnen gemeinsam positiv gestalten. So könnte die alte Forderung nach einem Kinderland Mecklenburg-Vorpommern tatsächlich mit Leben gefüllt werden.“
