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Jugendsozialarbeit braucht Zukunft – für eine chancengleiche Entwicklung

Zur Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit  „Jugendliche brauchen Perspektiven!“ erklärt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

„Es ist gut, dass sich unterschiedliche gesellschaftliche gruppen mit Jugendsozialarbeit beschäftigten und mehr als 100 Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet zusammenkommen, um über das Thema ‚Gesellschaft im Wandel: Wohin bricht die Jugendsozialarbeit auf?‘ zu beraten.

Eines steht heute schon fest: Jugendsozialarbeit braucht zukunftsfähige Rahmenbedingungen. Daran hapert es in M-V ganz gewaltig. SPD und CDU haben das Thema jahrelang vernachlässigt und bis heute versäumt, das erforderliche Angebot zu schaffen und zu finanzieren. Trotz großspuriger Ankündigung der Landesregierung, noch in diesem Jahr das Kinder- und Jugendförderungsgesetz (KJFG) aus dem Jahr 1997 und damit auch den Landesjugendplan endlich zu überarbeiten, passiert gar nichts. Jetzt heißt es, die KJFG-Novelle soll noch in dieser Legislatur erfolgen: Stagnation bis 2021!

Folglich ist auch im Entwurf des Doppelhaushalts 2018/2019 nichts von der erforderlichen Stärkung der Jugend- und Jugendsozialarbeit zu finden. Jugendclubs, Freizeittreffs, Streetwork, Veranstaltungen und Projekte, darunter vor allem Angebote in strukturschwachen Regionen, sind somit anhaltend in höchstem Grade gefährdet. Das ist weder zukunftsfähig noch verantwortlich gegenüber den Kindern und Jugendlichen im Land. Wir werden uns weiter für eine deutliche Aufstockung der bisherigen Förderung einsetzen – für eine chancengleiche Entwicklung aller Kinder und Jugendlichen.“

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