Jugendliche können mit 16 ihre Interessen vertreten – Wahlalter absenken
„Das Gros der Sachverständigen bei der heutigen Anhörung zum Thema ‚Absenkung des aktiven Wahlrechts auf 16 Jahre‘ im Europa- und Rechtsausschuss hat heute erneut deutlich gemacht, dass wir mit unserer Forderung, das Landes- und Bundeswahlrecht entsprechend zu ändern, richtig liegen“, erklärte die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt, am Mittwoch in Schwerin.
„Die Jugendlichen, die ebenfalls angehört wurden, haben eindrucksvoll demonstriert, dass sie sehr gut in der Lage sind, ihre Interessen zu vertreten“, so Frau Bernhardt. Sie seien die besten Sachverständigen, gerade wenn es um ihre ureigensten Interessen wie Kinder- und Jugendarbeit, schulische und berufliche Bildung, aber auch Freizeit und Kultur geht. Sie müssten als Wählergruppe ernst genommen werden, damit Zukunft in ihrem Sinne gestaltet wird. „Heute wird doch vieles über die Köpfe der Jugendlichen hinweg entschieden, sie sind nicht adäquat an Entscheidungsprozessen beteiligt“, so Frau Bernhardt.
„Einig waren sich alle Anzuhörenden darüber, dass die politische Bildung in der Schule, aber auch im außerschulischen Bereich verstärkt werden muss, wenn das Wahlalter auf 16 Jahre abgesenkt wird“, sagte Frau Bernhardt.
