Jugend im Landtag: SPD und CDU geben Jugendlichen wieder einen Korb
Zur Ablehnung des Antrags „Jugend im Landtag“ M-V – Zwischenbilanz und Auftrag an die Landespolitik erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:
„SPD und CDU haben mit ihrer Ablehnung den Jugendlichen heute erneut einen Korb gegeben. Sie signalisieren damit: Ihr dürft Euch zwar im Schloss treffen – das heißt noch lange nicht, dass wir Euch hören oder gar ernst nehmen. Mit Wertschätzung der Jugendlichen hat dies nichts zu tun.
Die vom Landesjugendring durchgeführte Veranstaltung ‚Jugend im Landtag‘, die in diesem Jahr bereits zum 10. Mal stattfand, hat sich bewährt. Im Mittelpunkt stehen die Belange der Jugendlichen, ihre Sicht auf gesellschaftliche Prozesse und ihre Anforderungen an die Landespolitik. ‚Jugend im Landtag‘ ist ein ausgezeichneter Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe und Mitbestimmung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und fördert den Dialog mit Politikerinnen und Politikern.
M-V hat sich von dem einst jüngsten Bundesland Deutschlands zu einem mit der höchsten Anzahl an über 65-Jährigen entwickelt. Ursache ist vor allem die Abwanderung der jungen Erwachsenen in andere Bundesländer. Um ein modernes, junges M-V zu stärken, müssen wir dafür sorgen, dass sich die Jungen heimisch, verstanden und vor allem gehört fühlen. Das setzt voraus, dass sich junge Menschen an der Gestaltung gesellschaftlicher Belange beteiligen können. Zudem ist es erforderlich, dass Ihre Stimme gehört und ihre Forderungen ernst genommen werden. Aus den bisherigen Veranstaltungen ‚Jugend im Landtag‘ sind zahlreiche konstruktive Vorschläge und Handlungsempfehlungen entstanden.
Meine Fraktion plädiert dafür, dass die Ergebnisse, Erkenntnisse und Forderungen nicht einfach in der Schublade verschwinden dürfen und dort verstauben. Vielmehr sollte der Landtag der kommenden Legislaturperiode die Standpunkte und Ideen gemeinsam mit den Jugendlichen auswerten und gerade mit Blick auf die Jugendpolitik konkrete Handlungsempfehlungen und Maßnahmen für die Landespolitik ableiten.“
