Ignoranz und Schwarze Peter-Spiel auf Kosten der Kita-Kinder in MV
„Die jüngste Studie der Bertelsmannn-Stiftung bestätigt die jahrelange Kritik meiner Fraktion, wonach die Betreuung der Kinder in den Kitas des Landes dringend verbessert werden muss und ein Fachkräftemangel in der Kindertagesbetreuung in MV droht. Die Ignoranz der Landesregierung und das unsägliche Schwarze-Peter-Spiel, wer denn verantwortlich sei, geht einzig und allein zu Lasten der Kinder und des Personals“, so Jacqueline Bernhardt, kinder- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion.
„Schon 2009 hat meine Fraktion von der Landesregierung eine Personalbedarfsplanung und deren ständige Fortschreibung sowie die entsprechende Anpassung der Ausbildungskapazitäten im Land gefordert. Die wohlfeilen Worte und die Ignoranz von Landesregierung wie Koalitionsfraktionen behindern seit Jahren eine bessere Betreuung in den Kitas. Trotz einer hohen Betreuungsquote können die Kinder nicht ausreichend gefördert werden. Mecklenburg-Vorpommern hat zwar gut ausgebildete, aber zu wenig Erzieherinnen und Erzieher. Die Betreuungsschlüssel in den Einrichtungen sind laut Gesetz mit durchschnittlich 1:6 in der Krippe und ab 1. August mit 1:16 in der Kita bundesweit mit die schlechtesten. Das bestätigt auch die Bertelsmann-Stiftung“, so Frau Bernhardt.
„Die Bildungschancen verschlechtern sich laut der Bertelsmann-Studie auch durch die Betreuung in altersübergreifenden oder offenen Gruppen. Wenn die zuständige Sozialministerin den Erfolg des Landes in der Kita-Betreuung allein an der Betreuungsquote und den Öffnungszeiten festmacht, dann greift dies viel zu kurz. Gute Betreuung braucht Zeit und mehr Zeit für die Kinder bedeutet, wir brauchen wir mehr Personal. Das Eigenlob, wonach man die Mittel für die Kita-Betreuung seit 2004 fast verdoppelt habe, blendet völlig aus, dass inzwischen mehr Kinder in den Kitas betreut werden und die Betreuungsbedarfe noch weitaus höher liegen, wenn die Landesregierung allen Kindern die besten Chancen für den Start in das Leben geben will“, so die Linkspolitikerin.
