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Hilfe für Opfer von häuslicher und sexualisierter Gewalt verbessern

 

 

 

„Mit der Ablehnung des Antrags der Linksfraktion ‚Schutz und Hilfen für Opfer von häuslicher und sexualisierter Gewalt verbessern‘ ignorieren die Koalitionsfraktionen sämtliche Berichte und Stellungnahmen in Bund und Land, die massive Versorgungslücken in diesen Bereichen aufzeigen“, erklärte der gleichstellungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Peter Ritter. 

Auch in MV bestehe dringender Handlungsbedarf. Die Personaldecke in den bestehenden Beratungseinrichtungen und Frauenhäusern sei so dünn, dass eine schnelle und unkomplizierte Hilfe für die Opfer nicht mehr durchgehend gewährleistet ist.  „Auch der niedrigschwellige Zugang zu den Schutz- und Hilfeeinrichtungen ist bereits durch räumliche Barrieren für Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen nicht möglich“, so Ritter. So seien alle Frauenhäuser und die meisten Beratungsstellen in MV nicht rollstuhl-, alters- oder blindengerecht. „Damit ist einem Teil der Bevölkerung schon aus diesen Gründen der Zugang zu den Angeboten verwehrt.“  

Männer als Opfer von häuslicher Gewalt in Partnerschaften oder durch Familienangehörige würden nicht ausreichend als Opfergruppe berücksichtigt. „Ihr Anteil liegt bei 10 Prozent aller Betroffenen, die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher liegen, das Thema muss aus der Tabuzone geholt werden.“ 

Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt, verwies darauf, dass es für Kinder häufig traumatisch ist, wenn sie Gewalt zwischen ihren Eltern oder in ihrer Familie erleben. „Deshalb ist es außerordentlich wichtig, dass auch Kinder in den Frauenhäusern und Beratungsstellen pädagogisch und psychologisch umfassend betreut werden. Das Land hat hier noch einiges nachzuholen“, sagte Frau Bernhardt.

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