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Förderung der Kita-Kinder nicht an Einkommen der Eltern koppeln

Nach Angaben der kinder- und familienpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt, hat die heute von ihrer Fraktion beantragte Anhörung zum umstrittenen und von der Landesregierung favorisierten  Dortmunder Entwicklungsscreening für drei- bis sechsjährige Kinder (DESK) erneut bestätigt, dass sich dieses standardisierte Diagnostikverfahren nicht als Förderinstrument eignet. 

„Die heutige Anhörung konnte die grundsätzliche Kritik am DESK-Verfahren nicht entkräften“, erklärte Frau Bernhardt am Mittwoch in Schwerin. Es sei nicht nachvollziehbar, warum die individuelle Förderung an das Einkommen der Eltern gekoppelt wird. „Anstatt die Anzahl der Kinder, die aus Hartz-IV-Familien stammen, zugrunde zu legen, müssen die Bedarfe der Kinder im Vordergrund stehen“, so Frau Bernhardt.  

„Alle Anzuhörenden waren sich einig, dass das Desk-Verfahren und andere praktizierten Beobachtungsverfahren nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen“, sagte Frau Bernhardt. Durch die unterschiedliche finanzielle Förderung durch das Land sei dies aber gängige Praxis. „Wenn in so genannten sozialen Brennpunkten das Desk-Verfahren angewandt wird, dann gibt es Geld für diagnostizierte individuelle Förderbedarfe, für anders erkannte Bedarfe nicht“, kritisierte Frau Bernhardt. „Das ist ungerecht.“

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