Erzieherinnen und Erzieher haben für ihre wichtige Arbeit mehr verdient
Nach Ansicht der kinder-, jugend- und familienpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt, sind die angekündigten Streiks der Beschäftigten des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes nachvollziehbar und verständlich. „Kita-Erzieherinnen und -Erzieher haben für ihre qualifizierte Arbeit angemessenen Lohn verdient“, erklärte Frau Bernhardt am Dienstag in Schwerin. „Sie tragen eine große Verantwortung und setzen sich tagtäglich für eine bestmögliche Entwicklung der Kinder ein. Diese Qualität wollen alle, aber bei der Bezahlung wird zum Teil ein mäßiger Lohn in Kauf genommen.“
„Der Erzieher-Beruf muss insgesamt attraktiver werden“, betonte Frau Bernhardt. Dazu gehöre an erster Stelle eine bessere Bezahlung, die den Anforderungen des Berufes gerecht wird. „Wir müssen auch für die kommenden Jahre ausreichend Fachkräfte ausbilden und im Land halten, was nur mit einer entsprechenden Vergütung und guten Arbeitsbedingungen funktionieren kann.“ Auch die hohe Teilzeiterwerbsquote der Erzieherinnen und Erzieher in MV von über 73 Prozent wirke sich negativ auf die Bezahlung aus.
„Selbst wenn sich aus den anstehenden Streiks Verbesserungen ergeben, greifen diese für das Gros der Erzieherinnen und Erzieher nicht, da sich in MV nur noch gut 17 Prozent der Kindertageseinrichtungen in kommunaler Trägerschaft befinden“, so Frau Bernhardt. Auch für die Beschäftigten in Einrichtungen in freier Trägerschaft seien bessere Bedingungen erforderlich. „Die Landesregierung ist aufgefordert, dem Berufsstand insgesamt die Anerkennung zukommen zu lassen, die er verdient. Dazu gehört nicht nur, aber auch eine bessere Entlohnung“, betonte Frau Bernhardt.
