Enquetekommission „Jung sein in M-V“ ist unerlässlich
Zur heutigen Befassung mit dem Antrag der Beteiligungswerkstatt des Schweriner Jugendrings auf Einsetzung einer Enquete-Kommission „Jung sein in M-V“ im Sozialausschuss erklärt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:
„Das Statistische Landesamt prognostiziert, dass die Zahl der jungen Menschen in M-V unter den gegenwärtigen Voraussetzungen weiter abnehmen und in den kommenden Jahrzehnten auf niedrigem Niveau stagnieren wird. Es ist unsere Verantwortung, diese Entwicklung ernst zu nehmen und ihr mit geeigneten Mitteln entgegenzuwirken. Unser Bundesland muss für Jugendliche und junge Erwachsene attraktiver werden, damit sie ihren Lebensmittelpunkt gerne hier wählen und das Leben in M-V mitgestalten. Gesellschaftliche Teilhabe, Mitbestimmung, gute Ausbildung, Arbeit und Löhne sind dafür unerlässlich.
Wir unterstützen deshalb den Antrag auf Einsetzung einer Enquete-Kommission, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Politik, den Fachverbänden sowie natürlich Jugendlichen selbst zusammensetzen soll. Das Gremium soll in der laufenden Legislaturperiode intensiv mit allen Facetten jungen Lebens in M-V auseinandersetzen. Es sollen Vorschläge erarbeitet werden, wie junge Menschen in M-V lebens- und liebenswerte Perspektiven im Land finden können. Die Themenpalette reicht von der Bildung, über Ausbildung und Studium, der Stärkung der Medien- und Digitalkompetenz bis hin zur Überwindung von Kinder- und Jugendarmut.
Die erarbeiteten Vorschläge müssen von der Landespolitik aufgegriffen und umgesetzt werden. Nur so können wir verhindern, dass überdurchschnittlich viele Menschen in der Altersgruppe zwischen 20 und 35 Jahren das Land verlassen und nicht mehr zurückkommen, weil sie ihren Lebensmittelpunkt längst woanders gewählt haben.“
