Betreuungswesen im Land muss stärker unterstützt werden
Auf Antrag der Linksfraktion stand heute das Thema rechtliche Betreuung auf der Tagesordnung des Rechtsausschusses. Dazu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der Fraktion, Jacqueline Bernhardt:
„Es hat sich gezeigt, dass die Tätigkeit der Betreuungsvereine und Berufsbetreuer in M-V zu wenig gewürdigt wird. Das haben die Vertreterinnen der Berufsverbände deutlich gemacht. Die Arbeit wird immer anspruchsvoller, das Klientel immer Jünger und die Betreuer immer älter.
Vor diesem Hintergrund ist es sehr gut, dass das Bundesjustizministerium die rechtliche Betreuung gegenwärtig eingehend überprüft. Erste Erkenntnisse zu einer notwendigen Erhöhung der Vergütung liegen vor und sollen demnächst in die Gesetzgebung einfließen. Wir erwarten, dass die Landesregierung diesem Gesetz im Bundesrat selbstverständlich zustimmt. Daraus würde sich die Vergütung der Berufsbetreuer um 15 Prozent erhöhen.
Darüber hinaus erwarten wir, dass sich die Landesregierung dafür stark macht, dass der Berufsbetreuer als regulärer Beruf anerkannt wird. Wir sind davon überzeugt, dass Berufsbetreuer und Betreuungsvereine Hand in Hand mit der ehrenamtlichen Betreuung gehen müssen. Deshalb ist auch eine Unterstützung des Ehrenamtes gerade auch in diesem Bereich erforderlich.“
