Berufsbetreuung anerkennen und stärken
Nach einem Gespräch mit Vertreterinnen des Bundesverbandes der Berufsbetreuer (BdB), Landesverband M-V, im Arbeitskreis Bürgerrechte, Demokratie, Inneres und Europa (BDIE) der Linksfraktion teilt die rechtspolitische Sprechrein, Jacqueline Bernhardt, heute in Schwerin mit:
„Die Berufsbetreuung wird in M-V immer wichtiger. Ehrenamtliche und Berufsbetreuung unterstützt Menschen, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht oder nur teilweise erledigen können.
Eine älter werdende Bevölkerung sowie steigender Drogen- und Alkoholkonsum bei jüngeren Menschen lassen die Zahl der zu Betreuenden immer weiter steigen. Zudem werden die Fälle auch wegen der zunehmenden Bürokratie immer komplexer und damit zeitaufwändiger. Viele Betreuungsverfahren sind ehrenamtlich nicht mehr zu bewältigen. Aus Sicht meiner Fraktion darf die Berufsbetreuung auch deshalb nicht länger als Konkurrenz zur ehrenamtlichen Betreuung gesehen werden. Tatsächlich ist sie eine unverzichtbare Ergänzung.
Ziel muss es sein, die Berufsbetreuung als eigenständigen Beruf anzuerkennen, auch um einheitliche Zugangsvoraussetzungen zu schaffen. Noch wichtiger ist allerdings, die Vergütung endlich anzupassen. Diese ist seit 2005 unverändert wird den tatsächlichen Gegebenheiten längst nicht mehr gerecht.“
