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Bereitstellung eines kostenfreien Mittagessens für Kinder und Jugendliche ist ein längst überfälliger Schritt

Zu den Lockerungen des Bundes des Bildungs- und Teilhabepaketes, wonach die Anlieferung von einem kostenfreien Mittagsessen an Kinder erfolgen kann, erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

„Die Lockerung des Bildungs- und Teilhabepaktes ist ein wichtiger Schritt und längst überfällig im Sinn der Kinder und Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern. Da Kitas und Schulen geschlossen sind, können die BuT-Mittel u.a. für Mittagsverpflegung, Lernförderung oder Ausflüge nicht abfließen. Die Familien sind aber dringend auf dieses Geld angewiesen. Zu Hause fallen erheblich höhere Verpflegungskosten an, Unterstützung etwa durch die Tafeln fallen zum großen Teil weg und das in einem Land, wo fast jedes dritte Kind von Armut betroffen ist.

Den Kreisen und kreisfreien Städten obliegt jetzt dafür zu sorgen, dass das Essen bei den Kindern und Jugendlichen ankommt. Das ist ein immenser Aufwand. Es ist nicht zu verstehen, warum die Gelder des Bildungs- und Teilhabepaketes für die Versorgung den Familien nicht direkt ausgezahlt werden können. Zu vermuten ist, dass das Land bzw. der Bund davon ausgeht, dass das Geld dann nicht bei den Kindern ankommen würde. Dies ist wissenschaftlich widerlegt.

Fakt ist, dass die Gelder nicht bei allen Kindern und Jugendlichen, die darauf einen Anspruch hätten, ankommt. Das ist aber ihr Recht. Wir haben alles zu tun, um Familien ab März 2020 besonders zu unterstützen. Deshalb bleiben wir bei unserer Forderung, dass sich die Landesregierung auf Bundesebene für einen Notregelsatz von Hartz IV von zusätzlich 200 Euro pro Monat einsetzt- damit jedem Kind, was von Armut betroffen oder bedroht ist, geholfen werden kann.“

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