Auch Kita-Betrieb muss mit Vorsicht wieder hochgefahren werden
Zur Ankündigung der Regierung, wonach die Kitas zunächst weiterhin grundsätzlich geschlossen bleiben und nur die Notfallbetreuung stattfinden und ausgebaut werden soll erklärt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:
„Ebenso wie für die Schulen allmählich über Lockerungen nachgedacht wird, muss dies aus Sicht der Kinder auch für die Kita-Betreuung gelten. Natürlich muss in den Einrichtungen dem Gesundheitsschutz für die Kinder und Erzieher*innen nachgekommen werden.
Gerade Kinder, deren Familien schon vor der Krise mit der Bewältigung von Problemen besonders beschäftigt waren, die vom Jugendamt durch ambulante oder stationäre Hilfen unterstützt wurden, sollten die Notfallbetreuung in Anspruch nehmen dürfen. Das entlastet die Familiensituation in diesen Krisenzeiten erheblich und bietet den Kindern vertraute Personen und Umfelder.
Aber auch Kinder von den im Land lebenden 57200 alleinerziehenden Eltern sollten durch die Notfallbetreuung betreut werden dürfen. Gerade Alleinerziehende trifft die aktuelle Situation besonders hart. Neben Job- oder Existenzängsten, müssen sie die Betreuung von einem oder mehreren Kindern sicherstellen. Unterstützende Strukturen, wie die Großeltern, sind aufgrund des Kontaktverbotes nicht mehr erlaubt. Sie stehen im wahrsten Sinn allein da. Deshalb brauchen auch diese Familienstrukturen besondere Unterstützung.“
