Arbeitsbedingungen und Bezahlung der Erzieherinnen endlich verbessern
Zur Forderung der GEW, Erzieherinnen und Erzieher endlich besser zu vergüten, erklärt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:
„Qualitative Verbesserungen, Fachkräftegewinnung und ausreichende Finanzierung der Kindertagesbetreuung wurden in den vergangenen Jahren von SPD und CDU sträflich vernachlässigt. Diese Konzeptionslosigkeit lässt sich auch nicht durch die 50-Euro-Hauruck-Aktion Elternentlastung beschönigen. Die Entlastung ist ohnehin ein Tropfen auf den heißen Stein und kommt nur einem Teil der Eltern zu Gute. Eltern von Kindern unter drei Jahren, Kindern im letzten Jahr vor der Schule und Hortkindern sind per se ausgeschlossen. Für alle anderen wird die Entlastung von 50 Euro in kürzester Zeit durch Kostensteigerungen aufgefressen sein.
Es stehen dringend notwendige Verbesserungen an. Allem voran gehören dazu die Fachkräfteentwicklung, die realistische Ausbildungsplatzplanung und natürlich die leistungsgerechte Bezahlung der Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas. Um die Fachkräfte im Land zu halten, müssen endlich die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung verbessert werden. Ein weiterer Verlust durch Abwanderung oder Berufswechsel wäre fatal.
Das Land muss grundsätzlich mehr Verantwortung bei der Finanzierung der Kindertagesförderung übernehmen. Es ist ein Unding, dass steigende Kosten nur durch die Eltern und Wohnsitzgemeinden abgefangen werden müssen. Eine Überarbeitung des Finanzierungsmodells ist längst überfällig.“
