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Verbraucherschutz auch und gerade in der Pandemie stärken!

Zur Antwort der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage „Veränderungen der Arbeit der Verbraucherzentralen“ (Drs.7/5632, Anlage) erklärt die Sprecherin für Verbraucherschutz, Jacqueline Bernhardt: 

„Schon allein der Verweis der Landesregierung darauf, dass sie über keine ‚originären Erkenntnisse‘ über die Verbraucherzentrale M-V verfügt, lässt tief blicken. In der Tat ist die Verbraucherzentrale keine Landesbehörde, allerdings sitzt die Landesregierung im Verwaltungsrat. Es ist schwerlich vorstellbar, dass ihre dortige Vertretung an den Sitzungen lediglich zum Kaffeetrinken teilnimmt – ohne mitzukommen, was dort beredet wird. Die Landesregierung weiß um die bestehenden Probleme und darf sich nicht länger wegducken.

Die Corona-Pandemie hat das Beratungsgeschehen spürbar verändert, Fragen und Unsicherheiten zu Themen wie Reisen und Onlineeinkäufe haben deutlich zugenommen. Da keine direkte Beratung stattfinden kann, wird die erschreckend miese technische Ausstattung besonders spürbar. Eine zeitgemäße digitale Beratung und Arbeitsorganisation wie Homeoffice sind kaum möglich.

Bereits vor Corona machte die Verbraucherzentrale den Vorstoß, ein Videochatsystem zu erproben, was in einem Flächenland auch ohne Corona Pandemie sehr sinnvoll ist. Doch die Landesregierung ist offenbar nicht willens, Mittel bereitzustellen, damit ein solches System eingerichtet werden kann.

Meine Fraktion erwartet von der Landesregierung, so rasch wie möglich Mittel für eine angemessene technische Ausstattung und ein Videochatsystem bereitzustellen. Zudem muss die institutionelle Förderung aufgestockt werden, um einen qualitativ hochwertigen und flächendeckenden Verbraucherschutz sicherzustellen.“