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Landesregierung setzt Bildung der Kinder in den Kitas aufs Spiel

Zu den heute angekündigten Plänen der Sozialministerin Stefanie Drese, die Alltagshelfer in den Kindertagesstätten von 2022 dauerhaft zum Einsatz zu bringen, erklärt die kinderpolitische Sprecherin der Linksfraktion Jacqueline Bernhardt:

„Es ist schon ein Unding, dass von den 5 Millionen Euro für die Fachkräfteoffensive im Bereich der Kindertagesstätten der Großteil des Geldes für die Finanzierung der Alltagshelfer ausgegeben wird. Alltagshelfer sind keine Fachkräfte. Vielmehr sollte die Fachkräfteoffensive die Ausbildung von mehr Fachkräften, also staatlich anerkannten Erzieher und Erzieherinnen, zum Ziel haben.

Durch den dauerhaften Einsatz der Alltagshelfer ab 2022 ist zu befürchten, dass bei der knappen Personaldecke und dem zu knapp bemessenen Personalschlüssel die ungelernten Hilfekräfte, also die Alltagshelfer, nicht nur für hauswirtschaftliche Dienstleistungen oder für die Entlastung der Kita-Fachkräfte eingesetzt werden. Vielmehr ist zu befürchten, dass Alltagshelfer im Ernstfall die Betreuung der Kinder übernehmen müssen. Bildung fällt somit immer weiter hinten runter. Die Landesregierung muss endlich eine wirkliche Fachkräfteoffensive vorantreiben, um die Bildung unserer Kinder nicht aufs Spiel zu setzen und die noch vorhanden Fachkräfte zu entlasten."