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Kinderschutz beginnt bei materieller Sicherheit der Familien

Nach Ansicht der kinder-, jugend- und familienpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt, ist das heute im Bundestag beschlossene Kinderschutzgesetz ein richtiger Ansatz. „Die Rechte der Kinder und ihr Schutz müssen bundesweit gestärkt werden“, erklärte sie am Donnerstag.

 

„Bei dem Gesetz fehlt allerdings der ganzheitliche Ansatz, und die Kommunen dürfen langfristig mit den zusätzlichen finanziellen Belastungen infolge einer Erhöhung der Standards nicht allein gelassen werden“, sagte Frau Bernhardt.  Für eine wirksame Prävention sei es unerlässlich, dass die Kinder- und Jugendhilfe eng mit den Gesundheitseinrichtungen zusammenarbeitet. 

„Darüber hinaus ist es unbestritten, dass ein gesundes Aufwachsen der Kinder eng mit der materiellen Absicherung der Familien verbunden ist“, so Frau Bernhardt. In MV lebten viele Kinder in Familien mit sehr geringen Einkommen, die eine gesellschaftliche Teilhabe oft unmöglich mache.  „Die Landesregierung muss endlich aktiv werden, um die Lage dieser Kinder zu verbessern. Dazu gehört in erster Linie existenzsichernde Beschäftigung der Eltern“, sagte Frau Bernhardt. In dem Bericht der Landesregierung zur sozialen Lage von Familien mit Kindern, der 2009 veröffentlicht wurde, finde das Problem der Kindeswohlgefährdung jedoch nicht einmal Erwähnung.

„Ich erwarte von der Sozialministerin, dass sie zeitnah darüber informiert, was ein im Koalitionsvertrag geplantes Landeskinderschutzgesetz über die Umsetzung der bundesgesetzlichen Bestimmungen hinaus regeln soll.“