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Kampf gegen Drogenmissbrauch in den JVA muss intensiviert werden

Zur heutigen Meldung, wonach die Drogenfunde in den Justizvollzugsanstalten des Landes leicht rückläufig sind, erklärt die rechtspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

„Drogenkonsum gehört nach wie vor zu den größten Problemen im Strafvollzug. Die Anzahl der Drogenfunde allein ist hierbei nicht aussagekräftig, es muss auch die Anzahl der Durchsuchungen in den Hafträumen in den Blick genommen werden. Drogenkonsum ist die Ursache für viele Straftaten. In Haft fortgesetzter Missbrauch steht einer erfolgreichen Resozialisierung von Strafgefangenen entgegen.

Es ist deshalb erforderlich, alle Anstrengungen zu unternehmen, den Drogenkonsum weiter zu reduzieren. Dabei muss nicht nur das Einschmuggeln von Drogen verhindert werden. Dazu gehört auch, ausreichend Personal im therapeutischen Bereich und im allgemeinen Vollzugsdienst bereitzustellen. Nur die kontinuierliche Therapiearbeit mit den Gefangenen kann den Missbrauch von Drogen im Strafvollzug nachhaltig verhindern.

Deshalb muss der Dienst im Strafvollzug attraktiver werden und mehr gesellschaftliche Wertschätzung erfahren. Die Dienstpostenbewertung im Strafvollzug muss überarbeitet und den Entwicklungen bei den Aufgaben angepasst werden. Hier ist eine Höherstufung angezeigt.“