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Auch Kinder in M-V brauchen einen Landesbeauftragten

Zum Positionspapier „Gemeinsam gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, erklären die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg, sowie die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin, Jacqueline Bernhardt:

Oldenburg: „Der Bericht über die anhaltend hohe Anzahl der Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen sowie die rasant steigende grenzenlose Verbreitung von Kinderpornografie schockiert, macht traurig und wütend. Auch das Wissen, dass die Dunkelziffer sexueller Gewalt noch viel größer ist, verdeutlicht, wie wichtig der Kampf aller, einer und eines jeden einzelnen, gegen diese Verbrechen ist. In dem Positionspapier finden sich neben Empfehlungen an die Bundesebene für ein wirksameres Vorgehen auch Forderungen an die Länder. Danach sollen u. a. ein ‚Masterplan zur Bekämpfung von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche‘ entwickelt und die Beratungs- und Hilfeangebote niedrigschwellig und flächendeckend ausgebaut werden. In jedem Bundesland sollte das Amt einer/eines möglichst gesetzlich verankerten ‚Landesbeauftragten für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt‘ eingerichtet werden. Diesem soll die Erarbeitung des Masterplans übertragen werden, und er soll für dessen Umsetzung Sorge tragen. Meine Fraktion fordert seit langem einen Kinderbeauftragten, denn wir müssen den Kampf gegen den sexuellen Missbrauch sehr ernst nehmen und entschlossener angehen. Die Landesregierung sollte diese dringende Empfehlung umsetzen, zumal hierzulande Kinder und Jugendliche im Bundesvergleich überdurchschnittlich oft Opfer von sexueller Gewalt werden.“

Bernhardt: „Offenbar hat auch die Landesregierung die Notwendigkeit eines Kinderbeauftragten gesehen, wenn sie in dem Abschlussbericht der ‚Arbeitsgruppe Kinderschutz‘ die Einrichtung einer solchen Stelle zumindest prüfen will. Allein bei der Prüfung darf es indes nicht bleiben, wie es auch das Positionspapier eindrücklich deutlich macht. Wir fordern die unverzügliche Einrichtung des Amtes eines Kinderbeauftragten.“